Simon, Eduard

Eduard Simon ist der erst Sohn des Schmieds Mathias Simon und seiner Frau Katharina. Er ist lungenkrank und blieb vom Wehrdienst im ersten Weltkrieg verschont, dabei wäre er gerne Flieger geworden. Er ist begeisterter Hobby-Fotograf und kauf dem alten Wiegand das Motorrad ab. Im Goldbach bei Schabbach sucht er zusammen mit dem Glasisch und dem Glockzieh vergeblich nach Gold. Durch das kalte Wasser verschlimmert sich sein Gesundheistzustand. Er geht nach Berlin um sich bei Professor Sauerbruch operieren zu lassen. In der Reichshauptstadt lernt er die Prosituierte Martina kennen, die im Bordell von Luzie Hardke arbeitet. Mit Luzie beginnt er eine Beziehung und heiratet sie schließlich in Berlin. Mit ihr kehrt er nach Schabbach zurück. Getrieben von den Karriereabsichten seiner Frau geht er in die NSDAP und SA und wird Ortsbauernführer in Schabbach. Seine Frau drängt ihn als Bürgermeister der Nachbarstadt Rhaunen zu arbeiten und eine prunkvolle Villa zu bauen. Als die Amerikaner im Krieg in Rhaunen einrücken, verlieren sie die Villa an die Besatzer, die sie als Hauptquartier nutzen. Sein Sohn Horst findet im Wald eine Tellermine und stirbt. Eduard wird zusehens kränker und kann das Notquartier über der Garage der Villa kaum noch verlassen.

© Edgar Reitz Filmstiftung
NameEduard Simon
Weitere Namen
Geburtstag / Ort1897 / vermutlich in Schabbach
Todestag / Ort1967/ in Schabbach
ElternMathias Simon,
Katharina Simon, geb. Schirmer
GeschwisterPaul Simon,
Pauline Kröber, geb. Simon
(Ehe)PartnerLuzie Simon, geb. Hardke
KinderHorst Simon
BerufOrtsbauernführer, SA-Mann, Bürgermeister von Rhaunen
ArbeitsplatzBürgermeisteramt Rhaunen
FreundeKarl Schirmer (Glasisch),
Glockzieh
Auftritte (Episode)HEIMAT (FIlm 1 – 11)
Heimat-Fragmente
Gespielt vonRüdiger Weigang

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